Klassische Musik

Klassische Musik ist die europäische Tradition der Kunstmusik. Sie umfasst die Epoche von 1730 bis 1850 und wird in die Phasen Vor- und Frühklassik von 1730 bis 1770 und Wiener Klassik von 1770 bis 1830 unterteilt. Danach fließen die Übergänge zur Epoche der Romantik, die ihre Phase im 19. und frühen 20. Jahrhundert hatte.

Ein kurzer Überblick

Die Bezeichnung der Klassikmusik

Die Bezeichnung der klassischen Musik wird häufig auch in einem anderen Kontext verwendet.

Generell ist sich die Bezeichnung für die europäische Kunstmusik. Diese umfasst die Epochen Alte Musik – von der Musik des Mittelalters über die Renaissance bis hin zur Barockmusik – die Klassik und die Musik der Romantik.

Ernste Musik und Unterhaltungsmusik differenzieren diese Richtungen, denn unterschiedliche Kulturen der Gegenwart wie zum Beispiel die klassische Musik aus der Türkei, aus Arabien, Indien und China sind hier nicht gemeint. Dennoch bietet der Begriff klassische Musik eine Abgrenzung zur Popmusik.

Komponisten und ihre Techniken

In der Wiener Klassik komponierten Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert.

Sie kombinierten das Volkslied mit barocker Polyphonie und entwickelten so einen eleganten Stil, der sich auch aus französischen und italienischen Gattungen bediente.

Musikexperten bezeichnen die Besonderheiten an dieser Musik durch folgende Verfahren: obligates Accompagnement, durchbrochener Stil und motivisch-thematische Arbeit. Die Sonatenhauptsatzform wird eher individuell angewendet.

Wien – der Ursprung der Wiener Klassikmusik

Die vielschichtige Musikkultur der Stadt Wien löste in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die vorherrschenden Städte Paris und London ab, die für ihre Opern und öffentlichen Konzerte berühmt waren.

Der Einzug von Mozart in Österreichs Hauptstadt entschied über die Popularität der Stadt. Joseph Haydn und Mozart beeinflussten sich in ihren Kompositionen gegenseitig.

Nach Mozarts Tod wurde Wien populär, sodass auch Beethoven seine zukünftige Karriere in dieser Stadt entwickeln wollte.

Charakteristische Merkmale

Schnörkel und Verzierungen wurden vereinfacht und neue straffe Formen geschaffen.

Die Inhalte der Musikstücke handelten auch von Dingen, die sich außerhalb der Kirche abspielten, weil auch die Bedeutung der Kirche in den Hintergrund rückte. ‘Die Mondscheinsonate’ von Beethoven, ‘Clair de Lune’ von Claude Debussy, ‘Ave Maria’ von Franz Schubert und ‘Für Elise’ von Ludwig van Beethoven sind berühmte und bekannte Werke der klassischen Epoche.

( Quelle: https://www.boardofmusic.de/klassik )

Einführung und Geschichte

Die klassische europäische Musiktradition beginnt mit dem Hochmittelalter, als erstmals nach Einführung des noch heute verwendeten Notensystems sowohl kirchliche als auch weltliche Musikstücke komponiert wurden.

Dieser Zeitraum vom 13. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wird auch als Epoche der Alten Musik bezeichnet und umfasst u.a. Messen und Choräle des Hoch- und Spätmittelalters (Palestrina), die zunehmend komplexeren Kompositionen der Renaissance (darunter die polyphonen Vokalstücke der Madrigale, Motetten und Kantaten) sowie den erstmals umfassendere Orchestrierung berücksichtigenden Barock mit seinen Meisterkomponisten Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel (Deutschland), Jean-Baptiste Lully (Frankreich), Arcangelo Corelli und Antonio Vivaldi (Italien) sowie Henry Purcell (England).

Ab etwa 1730 löst dann die Früh- oder Vorklassik den Barock ab und stellt unter anderem die tragende Melodie über die Polyphonie.

Die Wiener Klassik gilt aufgrund ihrer populären Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn und Franz Schubert vielen Hörern als Inbegriff des Konzepts der klassischen Musik.

Die Romantik als bestimmende Strömung des 19. Jahrhunderts verläuft dann mit Komponisten wie Robert und Clara Schumann, Frédéric Chopin und dem umstrittenen Richard Wagner analog zur gleichnamigen literaturgeschichtlichen Epoche.

Komponisten wie George Gershwin binden dagegen Einflüsse aus der Populären Musik und dem Jazz ein. Mit der Zwölftonmusik entsteht der Bereich der Neuen Musik, mittels der sich Komponisten besonders nach dem 2. Weltkrieg zunächst weitgehend entgegen den Idealen der Romantik formulieren, für die Elektronische Musik können hier John CageKarlheinz StockhausenGottfried Michael Koenig und andere erwähnt werden (siehe auch die Artikel Musikalisches Werk und Serielle Musik).

Das bedeutet auch, dass die tragende Melodie bis hin zum Thematizismus in der Neuen Musik wegfällt, eine Entwicklung, die in den Folgejahren und -jahrzehnten nach dem Serialismus in die Populäre Musik hinein fortgesetzt wurde.

Einflüsse aus der Wiener Klassik sind im Classic Rock zu finden, ebenso in den vielen Versuchen klassischer Orchester, sich weltoffen zu zeigen und mit Popmusikern zusammenzuarbeiten.

Dazu gehören etliche Versuche aus den Reihen der Chartsmusik ebenso, wie ausdauernd repetitiv und genau per Hand gespielte Techno-Motivfragmente auf dem Klavier sowie aufgepeppte Countryballaden, die Stücke sind oft mit einer einfachen Streichorchesterbegleitung versehen.

Auch im Jazz finden sich Anklänge an Klassik und klassische Formen.

Der Begriff Klassiker, wie er heutzutage verwendet wird, enthält, dass jedes Genre mit der Zeit eine Palette eigener Klassiker vorweisen kann.

( Quelle: https://www.indiepedia.de/index.php?title=Klassische_Musik )